Alt werden in Würde!

Bei der Betreuung und Begleitung in den dritten Lebensabschnitt haben deshalb behinderte alte Menschen ein Recht auf größtmögliche Befriedigung ihrer Hauptbedürfnisse, die sich in vier Bereichen differenzieren:

1. Größtmögliche Selbständigkeit
Durch Fortsetzung vorausgegangener Förderung wird die erworbene und bestehende Selbständigkeit und Unabhängigkeit erhalten und nach Möglichkeit weiter ausgebaut.

2. Sinnvolle Tätigkeit
Zur Vermeidung eines perspektivlosen Lebens besteht namentlich für behinderte alte Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung nur unzureichend in der Lage sind entsprechende Aktionsmöglichkeiten zu finden, ein wichtiger Förderbedarf.

3. Mitmenschliche Beziehungen
Für jemanden da sein, von jemandem innerlich getragen sein, trägt wesentlich zum Lebenssinn bei. Die Seniorenbetreuung nimmt darauf besonders Rücksicht.

4. Erfüllende Erlebnisse
Erlebnissen, Vorhaben, Erinnerungen und Planungen von Ereignissen, die außer der Reihe liegen, kommt angesichts der vielfältigen Lebenserschwernisse behinderter alter Menschen eine besonders große Bedeutung zu.

Wer wird in die Seniorengruppe aufgenommen?

  1. Bewohner der Regensburger Wohnstätten die das Rentenalter erreicht haben und aus der Werkstatt für Behinderte (WfB) ausscheiden.
  2. Bewohner der Regensburger Wohnstätten die den Belastungen des Arbeitsalltags in der WfB nicht mehr gewachsen sind.

Hilflosigkeit, Anspruchsarmut, Resignation und ähnliche altersspezifische Gegebenheiten sind nicht als feststehende, behinderungstypische Fakten, sondern nicht zuletzt als Auswirkungen umfeldtypischer Verhaltensweisen gegenüber behinderten Menschen anzusehen. Behinderte Menschen dürfen deshalb nicht von vornherein nur als bloße „Pflegefälle“ betrachtet werden.

Aus diesem Grund werden neben den Leistungen des Wohnbereiches auch folgende tagesstrukturierende Maßnahmen und altersbedingte Pflege- und Betreuungsleistungen

bulletFreizeitgestaltung
bulletGesellschaftsspiele,
bulletSpaziergänge und Ausflüge,
bulletZubereiten kleinerer Mahlzeiten,
bulletGaststättenbesuche,
bulletBastelarbeiten und Pflege von Hobbys
 
bulletAlltagsbewältigung
bulletEinzelgespräche mit den Bewohnern über Ängste, Sorgen und Nöte und Unterstützung bei den Verrichtungen im Tagesablauf
 
bulletBildung
bulletInformation über das Tagesgeschehen und
bulletErmöglichung der Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen
 
bulletGesundheitsförderung
bulletVereinbarung und Begleitung bei Arztbesuchen.
bulletAufsuchen von therapeutischen Maßnahmen wie z.B. Krankengymnastik
 
bulletAktivierende und erhaltende Pflege
bulletAngebot von Seniorengymnastik und erweiterte Begleitung bei der Körperhygiene.
 
bulletBewältigung von Krankheit, Sterben und Tod
bulletZuspruch, Aufmunterung und Nehmen von Angst stehen im Mittelpunkt
 
bulletZusammenarbeit mit Angehörigen, Betreuern
bulletAbstimmung über pädagogische Maßnahmen und Förderung der Kontakte. Einbeziehung in alle Angelegenheiten des Bewohners.

angeboten.

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