Kochgruppen
in der Wohnstätte Steinweg
Ausgangsüberlegungen
In den Einrichtungen wird das Essen in der Zentralküche, wo die Bewohner aus hygienischen Gründen keinen Zutritt haben, zubereitet. Dies ermöglicht den Bewohnern daher auch keinen Einblick in die Speisenzubereitung. Da in der "Großküche" das Essen jeweils für das ganze Haus zubereitet wird, kann auch verständlicherweise nicht permanent auf individuelle Essenswünsche einzelner Bewohner eingegangen werden. Aus diesem Umstand entstand die Idee, eine Kochgruppe zu gründen, in der die Bewohner vom Essenswunsch über den Einkauf und der Zubereitung der Speisen bis hin zu den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten ein Gemeinschaftserlebnis haben, dass ihnen sehr viel Freude und Bestätigung bereitet.
Absichten der Bewohner / Mitarbeiter
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Essenswünsche äußern zu können und sie auch umzusetzen | |
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auf der Gruppe zu kochen | |
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beim Kochen mit zu helfen | |
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Spass dabei zu haben | |
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die zum Teil erlernten Kenntnisse von "Zuhause" auch im Wohnheim weiterhin zu erhalten und neue dazu zu lernen. |
Ziele
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den Bewohnern der Essenswünsche zu erfüllen (insofern die Wünsche realisierbar sind) | |
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das sich die Bewohner freiwillig beim Kochen beteiligen, weil sie es gerne tun | |
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die einzelnen Vorgänge des Kochens den Bewohnern näher zu bringen (z.B. einkaufen, die einzelnen Schritte der Vorgehensweise...) | |
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die einzelnen Sinne ansprechen | |
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Feinmotorik trainieren |
Inhaltlich-methodische Vorgehensweise
Da die Bewohner Freitags nur bis ca. 14:00 Uhr arbeiten und sie früher im Wohnheim sind als an den restlichen Wochentagen, bietet es sich aus zeitlichen Gründen an, an diesem Tag in der Woche mit den Bewohnern zu kochen.
Mittwoch oder Donnerstag wird mit den Bewohnern abgesprochen, was am Freitag gekocht werden soll. Nach dem Abendessen wird in der Gruppe darüber gesprochen, was sie gerne kochen bzw. essen wollen. Nachdem mehrere Vorschläge diskutiert wurden, einigt man sich auf ein Gericht. Die Zutaten kauft dann der Gruppenleiter zusammen mit den Bewohnern ein.
Am Freitagnachmittag finden sich dann diejenigen Bewohner im Gruppenraum ein, die gerne mitkochen wollen. Gemeinsam mit den Bewohnern werden vor der Speisenzubereitung die nötigen Utensilien (Schüsseln, Bretter, Mehl ....) festgestellt, die dann aus der Zentralküche geholt werden. Bevor mit der Zubereitung des Essens begonnen wird, muss sich jedoch noch jeder gründlich die Hände waschen. Besonders wichtig ist es auch, den Bewohnern die Gefahrenquellen (Umgang mit Messer, Hern, heißem Wasser u.dgl.) in der Küche vorher nocheinmal bewusst zu machen, um Unfällen jeglicher Art vorzubeugen. Beim kleinschneiden von z.B. Obst und Gemüse wird die Feinmotorik sowie der richtige Umgang mit dem Messer geschult.
Während
der Zubereitung der Speisen achtet der Gruppenleiter auch darauf, dass die
Bewohner an den einzelnen Zutaten riechen, sie anfassen und das ein oder andere
Stück auch probieren, so dass auch die einzelnen Sinne angesprochen werden und
das Essen bewusster wahrgenommen wird.
Zu einem guten Essen gehört natürlich auch ein schön gedeckter Tisch. An dieser
Tafel lässt es sich die Kochgruppe dann so richtig schmecken. Beim Aufräumen
denkt man dann schon über das nächste Gericht nach dass gemeinsam in der Gruppe
gekocht wird.
in der Wohnstätte Ostengasse
Wie im Leben von nicht
behinderten Menschen erfolgt die Freizeitgestaltung auch in den Regensburger
Wohnstätten auf vielfältige Art und Weise. Zum Frühstück essen viele Menschen
Konfitüre. Doch wie wird diese hergestellt? Auch für diese Frage interessierten
sich einige der Bewohner. Da es die ersten Erdbeeren gab bot es sich an
Erbeerbmarmelade herzustellen.
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Zunächst musste die
Einkaufsliste erstellt , | |
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Weiter wurden die Erdbeeren
geputzt gewaschen | |
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Nachdem die heiße Konfitüre in
Gläser abgefüllt wurde | |
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Ummmh das war die beste Marmelade die wir je gegessen hatten. |
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Aber auch der Fruchtsalat, den wir vor ein paar Wochen gemeinsam in der Gruppe zubereitet hatten, war einfach viel besser, weil wir die einzelnen Lebensmittel vorbereiten und erleben konnten.
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Das kenn ich doch von Zuhause !
Küche und Kochen erleben, mit all den Eindrücken, die unseren Bewohnern schon von Kindheit an
vertraut sind. die Werkstattferien nutzen wir so oft wie möglich, um zusammen mit unseren Bewohnern gemeinsam zu kochen und wenn`s Petrus erlaubt, in unserem wirklich schon fast romantischen Innenhof die Mahlzeiten in der Gemeinschaft zu genießen.
Das es nicht nur Freude macht, sondern das Selbstbewusstsein fördert, schauen Sie sich die Bilder einfach an.
Riechen, fühlen und schmecken – Das ALLES erleben wir mit ganz viel Spaß bei der Sache. Tja, und manchmal sind wir selbst ganz überrascht, welche „Koch bzw. Salatkreationen“ bei unserem gemeinsamen Küchentag zustande kommen.
Übrigens, all unsere Kräuter züchten wir selbst!
Ja, dann bleibt uns nur noch zu sagen – einen Guten
Appetit!
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In unserer Freizeit kochen wir
aber nicht nur, auch unseren Osterschmuck stellen wir z.T. selber her.
Wer
von den Bewohnern der Wohnstätte Ostengasse Lust hatte, konnte sich beteiligen,
jeder durfte die Ostereier nach seinem Geschmack anmalen und färben.

In der Gemeinschaft macht eben alles mehr Spaß!